Geologisch-naturkundlicher Wanderweg Külsheim feiert 25jähriges Bestehen

 

Geologie, Natur, weite Blicke in der Külsheimer Umgebung und der im Jahr 1991 von Dr. W. Dietz entdeckte Fährtenstein eines Chirotheriums (Handtier) sind die Reize dieses am 26.07.1997 eröffneten Wanderweges in Külsheim.
Nachdem die Buntsandsteinplatte durch den Saurierspezialisten Dr. R. Wild vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart bestimmt und restauriert wurde, erhielt sie im Jahr 1993 am heutigen Standort an der Bronnbacher Straße einen Standort. Auf Betreiben des damaligen Vorsitzenden des Külsheimer Winzerverein, Hubert Geiger, wurde der Fährtenstein mit einem Dach vor Verwitterung geschützt.  In den Folgejahren setzten sich die Mitglieder des Winzerverein und der NABU-Gruppe Külsheim zusammen und erarbeiteten ein Konzept, um die interessante Geologie der Stadt Külsheim, bekannt auch als Stadt der Brunnen, sowie die abwechslungsreiche Landschaft und Natur den interessierten Besuchern näher zu bringen. 
Heraus kamen 11 Informationstafeln, die die Lage Külsheims inmitten der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft im Grenzbereich zum Buntsandstein des Odenwalds und des Muschelkalk des Baulands erklären. In weiteren 11 Informationstafeln werden die Besonderheiten der den Wanderer umgebenden Natur erklärt. An markanten Punkten wurden Sitzbänke aufgestellt, um dem Wanderer in Ruhe eine Betrachtung der Landschaft zu ermöglichen.   

Der Wanderweg wurde mittlerweile in zahlreichen Publikationen ausführlich beschrieben.

Bereits bei Eröffnung der 5,5 km langen Wanderstrecke war ein Begleitheft aufgelegt worden das nochmals ergänzende Informationen zu den einzelnen Stationen beinhaltet. Der Inhalt des Heftes wurde mittlerweile in das Internet übertragen und kann unter der Adresse www.saurierwanderweg.de digital erkundet werden.

Am Sonntag, den 25.09.2022 wollen wir nun das 25jährige Jubiläum des Wanderwegs begehen. Hierzu startet um 13.00 Uhr eine geführte Wanderung am Schloßplatz in Külsheim. Am Saurierstein, in der Mitte der Wanderstrecke, ist eine Verpflegungssstation aufgebaut. Ein Abschluss ist im Gasthaus "Zur Rose" in Külsheim geplant.
Für die logistische Vorarbeit wird um Anmeldung unter nabu-kuelsheim@t-online.de oder unter 09345/6375 gebeten.

Bei schlechter Witterung entfällt die Veranstaltung.

gez. Spengler, NABU Külsheim

 

 

 

... wir machen Hackschnitzel daraus ....

Diese o.a. Broschüre der Stadt Külsheim flatterte im Juli 2022 in die Briefkästen der Einwohner der Stadt Külsheim. Auf mehreren Seiten Hochglanzdruck stellte sich hierbei die Stadtverwaltung Külsheim als Bewahrer der Umwelt dar. U.a. wird darin ausgeführt, dass sich die Bedeutung des Waldes für Umwelt und Klimaschutz am besten vor Ort erleben lässt. Hierzu wurde der Wald AG der 8. Klasse der PAGS (Pater-Alois-Grimm-Schule) für ein Jahr ein Waldstück übertragen. In enger Verknüpfung mit Theorie und Praxis entscheiden die Schüler was aus "ihrem Wald" geschehen soll.

An anderer Stelle entscheidet die Stadt über das Maß hinaus, was aus dem Bewuchs an unserem Amorsbach geschehen soll. Nämlich - Hackschnitzel.

Aufgrund eines Schadensfalles an einem angrenzenden Wohnhaus am Bach, stand, die Stadt in der Pflicht kranke Bäume  zu entnehmen,  um weiteren Schaden bei den Anwohnern abzuwenden. Der damalige Revierförster hatte einige Bäume angezeichnet,  die nach seiner Ansicht aufgrund des Eschentriebsterbens entfernt werden sollten.

In der öffentlichen Gemeinderatsitzung vom Mo., 18.07.2022 wurde in der allgemeinen Fragestunde von einem Bürger die geplante Pflegemaßnahme angesprochen. Hierbei wurde durch unseren Bürgermeister geantwortet "wenn man sich die Mühe mache, mit großem Gerät zu arbeiten, dann würden die großen Bäume gefällt. Das tue dem Gewässer gut und gebe jüngeren Bäumen eine Chance." (siehe Zeitungsbericht der FN über die Gemeinderatssitzung vom 20.07.22, Seite 10).   Der Harvester eines örtlich ansässigen Unternehmens rückte dann auch gleich am darauf folgenden Tag an und beendete seine Arbeit erst wieder, nachdem auf einem Streckenabschnitt von gut 100 m kein Baum mehr stand. In diesem Zusammenhang wurden auch die angrenzenden Obstbäume mit Genehmigung des Eigentümer auch gleich mit entfernt.  

Dass diese Maßnahme gleich mehrere Verstöße gegen Natur- und das Wasserhaushaltsgesetz darstellt war man bei der Stadtverwaltung Külsheim nicht gekommen.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit einem Vertreter des LRA Main-Tauber-Kreis, des NABU Külsheim sowie Herr Bürgermeister Schreglmann wurde der Zeitpunkt und der übertriebene Umfang der Abholzung gerügt und weitere ordnungsrechtliche Schritte der unteren Naturschutzbehörde in Aussicht gestellt.

 

So sah es noch am Di., den 19.07.22 aus. Hier stehen noch einige Bäume und auch die Obstbäume sind noch vorhanden.


So sieht der Abschnitt der Amorsbach heute aus


Erfolgt hier im September  entlang der Hardheimer Straße der nächste Kahlschlag? Der NABU hat die angezeichneten Bäume mal vorsorglich gezählt und per GPS erfasst. Mal sehen wie diese "Pflege" ausfällt.  

Dr. Dietz hat Chronik zum naturkundlich-geologischen Wanderweg in Külsheim erstellt.

 

Zur Chronik gehts hier

 

 


Rückblick auf den Baumschnittkurs am Sa., 12.03.22

 

Unser Baumschnittkurs am Samstag, den 12.03.2022 war ein voller Erfolg. Unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Harald Lurz vom Landwirtschaftsamt des LRA Tauberbischofsheim wurde zunächst eine theoretische Einweisung in die Grundlagen des Schnittes eines Hochstammbaumes gegeben. Im Anschluss zeigte Herr Lurz an zwei praktischen  Beispielen wie ein Baum geschnitten wird. Zur Arbeitserleichterung hatte er mehrere batteriebetriebene Hochentaster mitgebracht die in kleinen Gruppen unter den ca. 40 Teilnehmern aufgeteilt wurden. Nun hieß es selbst die vermittelten Kenntnisse in die Tat umzusetzen. In der Mittagspause wurden den Teilnehmern durch die NABU-Gruppe Külsheim mit Gegrilltem und Getränken sowie Kaffee versorgt. Nachdem von den Gruppen 35 der 70 Bäume geschnitten wurden wurde die Veranstaltung um 15.30 Uhr beendet.  

 


Einführung in die Nistkastenkontrolle und Übergabe der Routen

Die NABU-Gruppe Külsheim betreut derzeit ca. 800 Nistkästen auf Külsheimer Gemarkung. Diese wurden in den vergangenen Jahren von drei Vereinsmitgliedern gereinigt, bei Bedarf ersetzt oder ausgebessert und die Belegung kontrolliert. Die Aufgabe wurde nun auf eine breitere personelle Grundlage verteilt. In einem Einführungskurs führte Rudi Schneider die Teilnehmer am 30.01.22 in die Tätigkeit ein und gab interessante Informationen über den Nestaufbau der verschiedenen Vogelarten. In diesem Zusammenhang wurden auch die Reinigungsrouten neu verteilt. 

Folien, die bei der Kontrolle der Nistkästen helfen können, findet ihr hier



Gestaltung des NABU-Feuchtgebiet Erlein

Die NABU-Gruppe Külsheim hat vor 21 Jahren bei Külsheim-Steinfurt einen Acker im Gewann Erlein erworben, der immer wieder unter Wasser stand und teilweise mit Schilf bewachsen war. Eine angelegte Dränage durch die damaligen Feldbesitzer brachte keine Abhilfe. Bei zwei größeren Baggereinsätzen wurden Wasserflächen ausgehoben, die sich mit Oberfächenwasser füllten. In Verbindung mit dem Schilfbestand hat sich ein Refugium für Teichrohrsänger und Co. sowie für Amphibien ergeben. In einem weiteren Arbeitsschritt wurde im Frühjahr der Erdwall um die südliche Teichzone entfernt und das Ufer abgeflacht, damit eine bessere Beobachtung der Wasserfläche und deren Bewohnern möglich ist und eine Sumpfzone entstehen kann. 

Weitere Bilder sind hier einsehbar.